Fulda Taiko liefert unsere fünfte Nagado

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Im folgenden Beitrag wollen wir etwas über unsere fünf Nagados erzählen – zugleich die vierte aus der Manufaktur von Fulda Taiko.
Das japanische Wort Do (胴) bedeutet Korpus. Damit gemeint ist natürlich der Korpus der Trommel. Dieser kann dann lang, breit, kurz oder Ähnliches sein. Im Falle einer Nagado (長胴) handelt es sich um einen langen Korpus. Nagai – lang; do – korpus. Akaishi Daiko Magdeburg hat nun also fünf lange Korpusse.  Das neueste Exemplar kam im verganenen Monat ganz frisch aus Fulda.
Die erste Nagado ist eine 1.5-Shaku-Nagado, welche bereits seit über 20 Jahren bei Akaishi Daiko Japan im Einsatz war. Dieses Exemplar der Firma Asano hat einen wunderbaren Klang und ist ein echtes Meisterwerk. Diese Art der Taiko ist aber zum einen recht teuer und in Deutschland auch nicht ohne Weiteres erhältlich. Woher also mit neuen Trommeln, wenn nicht aus Japan?

Fulda Taiko baut eigene Trommeln in Deutschland

Die Antwort kommt aus Fulda. Eduard Peters, Leiter der dortigen Taikogruppe Fulda Taiko trommelt nicht nur selber, sondern baut auch seine eigenen Taikos. Seit 2013 bestellten wir nun jährlich eine neue Taiko zu vertretbaren Preisen in Segmentbauweise. Durch seine Erfahung als Trommler kann er auch unsere Anforderungen an recht hoch klingende Taikos nachvollziehen. Die neuen Taikos aus Deutschland sollen sich möglichst hell anhören, um klanglich zu der bereits vorhandenen Asano zu passen – und genau dies schafft Eduard sehr gut. Im Falle nachlassender Spannung und folglich tieferer Töne bietet Eduard auch die Möglichkeit, Taikos nachzuspannen.
Diese Feinjustierung geht unserer Meinung nach mit günstigen Trommeln aus Fernost nur sehr schwer. Diese sind zwar günstiger als Eduards Taikos, hören sich aber in der Regel etwas dumpf an. Außerdem erfreuen wir uns an der Individualisierbarkeit hinsichtlich hoch gespannter Trommeln und unterstützen somit eine kleine, aber sehr feine regionale Taiko-Manufaktur.

Einschnitzen des Akaishi Daiko Schriftzugs

Ein weiterer Vorteil von Eduards Trommeln ist die gegenüber der chinesischen Trommeln erhöhte Wandstärke. Diese bietet noch genügend Spielraum, um die Trommeln ggf. etwas zu individualisieren. Durch Sakikos Studium der japanischen Holzdrucktechnik beherrscht sie sowohl das Handwerk und hat auch die dafür geeigneten Werkzeuge. Schritt für Schritt bekommen die Fulda Taikos noch “unseren Stempel” aufgedrückt.
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