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Frühjahrsputz und Trommelpflege

Jedes Jahr werden Trommeln und Zubehör einer großen Beanspruchung unterzogen. Bei bis zu zwanzig Auftritten und zahlreichen Stunden im Trainingsraum wirkt viel Kraft und folglich auch viel Verschleiß an Instrumenten, Ständern und anderem Zubehör. Grund genug also, um sich jährlich einmal zu treffen und dem Material seine Dankbarkeit zu zeigen.

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Freiburg-Magdeburger Taikotage

Während die Magnolienblüten in Freiburg aufplatzten und sich schon das eine oder andere Gehölz in voller Blütenpracht zeigte, tropfte einigen unserer Mitglieder der Trommelgruppe Akaishi Daiko an einem warmen Frühlingssamstag regelrecht der Schweiß von der Stirn. Es ist der alljährliche Auftakt zur Auftrittssaison und zeitgleich eine liebgewonnene Tradition, sich mit der Schwesterngruppe in Freiburg zu treffen, um dort am Japantag der hiesigen Volkshochschule gemeinsam zu trommeln. Dies erfordert natürlich intensive Vorbereitung und so traf man sich einen Tag vorher zum achtstündigen Workshop.

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Kokubu in Magdeburg

Kokubu kommt zu Gast nach Magdeburg. Kokubu ist eine professionelle japanische Trommelgruppe. Am 7.4. geben geben sie ein Konzert im Alten Theater Magdeburg.Wir freuen uns aber auch besonders auf den 8.4. Auch wenn dieser Montag sicherlich bei vielen Leuten durch Arbeit blockiert ist, haben wir etwas zu bieten:Wadaiko KOKUBU Workshop für Fortgeschrittene in Magdeburg

Akaishi Daiko in den sozialen Medien

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Akaishi Daiko

Taiko in Magdeburg

Informationen zum Taiko-Spielen in Magdeburg findest du hier.

Taiko in Freiburg

Informationen über die Freiburger Akaishi Daiko Gruppe findest du hier!

AUFTRITTSANFRAGE

ÜBER AKAISHI DAIKO

Akaishi Daiko und eine Geschichte über japanische Trommeln (Taiko)

Seit dem japanischen Altertum wird die Taiko bereits für verschiedenste Zwecke genutzt: Von der Nachrichtenübermittlung, über die Nutzung als Musikinstrument bis hin zur Verwendung als Uhr. Das älteste Taiko-Fundstück stammt aus der Zeit der Jōmon-Zeit (ca. 10.000 bis 300 v. Chr.). Daraus lässt sich die Bedeutung der Taiko für die japanische Kultur erahnen. In der Sengoku-Zeit wurde die “Jinya-Daiko” (陣屋太鼓) zur Motivation der Samurai genutzt. Zudem diente die “Jin-Daiko” (陣太鼓) im Feldzug dazu, den Truppen über eine Distanz hinweg Befehle zu erteilen. In der Edo-Zeit gewann die Taiko-Kultur immer mehr an Bedeutung im zivilen Leben. Im Laufe der Jahrtausenden wurde die Taiko somit zu einem beachtlichen Bestandteil der japanischen Kultur und Seele.

Japaner sagen, der Klang einer Taiko würde in Rythmus und Frequenz dem Herzschlag entsprechen, den ein Säugling im Bauch seiner Mutter spürt. Diesen scheinbar primitiven Klang saugen die Zuhörer wie durch ihre Haut auf und er fesselt Frauen wie Männer, Kinder wie Erwachsene und Leute anderer Kulturen gleichermaßen. Eigentlich geht es dabei nur darum, die Taiko mit dem Bachi (Schlägel) oder der Hand zu spielen. Doch diese scheinbare Schlichtheit bietet eine unheimliche Vielfalt der Darbietung der Taiko-Spieler in Form verschiedener Techniken, Rythmen und Bewegungen.

Die japanischen Trommeln in der heutigen Verwendung

Wie wichtig die Taiko-Kultur auch heutzutage noch im japanischen Leben ist, zeigt die weiterhin vielfältige Verwendung: Die Taiko wird zu Zeremonien in Shinto-Schreinen und buddhistischen Tempeln genutzt, sie untermalt das Kagura, Kabuki und No musikalisch. Auch auf Volksfesten wie dem Bon-Fest bereichern Taiko-Auftritte (Kumi-Daiko) das Festprogramm. Außerdem gibt es in ganz Japan Taiko-Wettkämpfe, bei denen sich die Taiko-Gruppen vor Publikum und Juroren hinsichtlich Technik, Geschwindigkeit oder Interpretationen verschiedener Lieder messen. Die Taiko hat hiermit einen sportlichen Aspekt gewonnen. Die verschiedenen Taiko-Gruppen verfolgen demnach traditionelle Werte, die jedoch in moderne oder traditionelle Interpretationen der Stile münden.

Das Spielen der Wadaikos resultiert in der Tat in Musik. Doch geht es bei den japanischen Trommeln nicht nur darum. Man verfolgt die Philosophie und Werte des Budo. Dessen Inhalte erfordern ein reines Herz (心), das Erlernen von Techniken (技), einen starken Körper (体) und gegenseitigen Respekt und Höflichkeit (礼). Anders als bei der japanischen Kampfkunst, die ebenfalls diese Werte beinhalten, gibt es beim Wadaiko keine Feinde – vielmehr muss man gegen sich selbst kämpfen. Die Taiko ist wie ein Spiegel für den Spieler. Seine Schläge reflektiert sie in Stärke und Schärfe und antwortet ihm auf ihre eigene Weise. Das Zusammensein in der Gruppe, der Weg vom Training bis hin zur Präsentation eines Liedes ist ein großartiges Gefühl der Erfüllung für die Spieler.

Das Taiko-Spielen fördert und beansprucht die mit dem Budo einhergehenden Zusammenhänge und ist daher auch eine Form der Stressbewältigung, der Rehabilitation oder einfach nur des Sports.

Akaishi Daiko in Japan

Akaishi Daiko ist eine Taiko-Gruppe dem kleinen Ort Kawanehon-cho in der Shizuoka Präfektur, der am Fuß des Akaishi-Gebirges (japanische Südalpen) liegt. Von den Gipfeln der Berge kann man in der Ferne den Fuji-Berg sehen. Einer der Gipfel ist aufgrund seiner roten Färbung als Akaishidake bekannt; nach ihm wurde das gesamte Gebirge benannt, das auch als japanische Südalpen bezeichnet wird. Akaishi heißt übersetzt roter Stein.

1981 wurde Akaishi Daiko von der Stadt Honkawanecho (heute: Kawanehoncho) ins Leben gerufen. Daihachi Oguchi (小口大八) ist der Vater der Gruppe. Er kreierte den Kumi-Daiko-Stil. Jener Stil also, der moderne Taiko-Ensembles ausmacht und Taiko-Trommeln mit anderen Instrumenten wie Flöten oder Gongs kombiniert und eine umfassende Choreographie verschiedenster Taiko-Spieler beinhaltet.

Bis heute zeigte sich Akaishi Daiko ist offen für weitere Stilelemente. Sie kooperieren mit anderen Ensembles und arbeiten mit an Musicals, Tanzvorführugen oder Piano-Konzerten. Allem zu Grunde liegt weiterhin das Vermächtnis von Oguchis Stil.

Akaishi Daiko – Taiko in Magdeburg

Seit Juni 2013 gibt es Akaishi Daiko in Magdeburg. Wir sind der Kulturabteilung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. angegliedert. Als Schwestergruppe stehen wir in engem Kontakt mit Akaishi Daiko in Japan und befinden uns in einem regen Kulturaustausch, der Musik, Techniken und Traditionen umfasst.

Während des Trainings verwenden wir keine Noten zum Erlernen der Lieder. Wir folgen der mündlichen Überlieferung der Lieder. Dazu verwenden wir eine eigene “Sprache”. [Don] bedeutet ein Schlag mit der rechten Hand und [Kon] ein Schlag mit der linken Hand. Diese einfache “Sprache” ist über Grenzen hinweg verständlich. Dadurch schaffen wir die Möglichkeit, gemeinsam mit verschiedenen Leuten und Kulturen zu kommunizieren und Spaß zu haben.

Mit der Taiko-Gruppe möchten wir Erwachsene und Kinder, Schüler und Studenten, Deutsche und Migranten, Junge und Ältere dazu animieren, gemeinsam die Herausforderung des Erlernens des „Taiko-Wegs“ zu suchen und neben der japanischen Kultur den Spaß am Taiko-Spielen zu vermitteln.

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