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Über uns

Eine Trommel, zwei Städte, ein roter Stein.

Akaishi heißt »roter Stein« — nach dem Akaishidake, einem Gipfel der japanischen Südalpen, von dem aus man in der Ferne den Fuji sieht. 1981 gründete die Stadt Honkawanecho in Shizuoka eine Trommelgruppe nach diesem Berg. Über dreißig Jahre später, nach einem Erdbeben in Japan und einem Umzug nach Magdeburg, kam ihr Geist mit nach Deutschland.

Gegründet

2013

Magdeburg

Standorte

2

MD & FR

Mitglieder

≈40

Aktiv

Auftritte

200+

Seit 2013

Unsere Reise in Daten · 年表

Gründung von Akaishi Daiko in Japan
Shizuoka

Die Stadt Honkawanecho (heute Kawanehon-cho) ruft eine Trommelgruppe ins Leben — benannt nach dem Akaishidake, »rotem Stein« der japanischen Südalpen. Vater der Gruppe: Daihachi Oguchi.

1981
Gründung von Akaishi Daiko in Japan
Erdbeben & Tsunami in Japan
Japan

Sakiko verlässt Japan in Richtung Magdeburg. Im Gepäck: der Geist der Trommeln aus den japanischen Alpen.

2011
Erdbeben & Tsunami in Japan
Gründung von Akaishi Daiko Deutschland
Magdeburg

Vier Mitglieder, ein Kellerraum, ein Verein. Erster Auftritt: 29. Juni auf dem Sachsen-Anhalt-Tag in Gommern.

2013
Gründung von Akaishi Daiko Deutschland
Gründung der Schwesterngruppe Freiburg
Freiburg

Yuri ist nach Freiburg gezogen — und kann den Klang nicht vergessen. Sie scharrt eine Reihe neuer Taikospieler um sich. Die zweite deutsche Akaishi-Daiko-Gruppe entsteht.

2016
Gründung der Schwesterngruppe Freiburg
5 Jahre Akaishi Daiko · Jubiläumskonzert in den japanischen Alpen
Magdeburg

Im Moritzhof Magdeburg trommeln neben Magdeburg und Freiburg auch Gruppen aus Berlin, Hamburg, Wolfsburg sowie Gasttrommler aus Frankfurt, Heidelberg und Fulda.

2018
5 Jahre Akaishi Daiko · Jubiläumskonzert in den japanischen Alpen
Sommerurlaub in den japanischen Alpen
Kawanehoncho

Mitglieder reisen ins zur Schwestergruppe nach Japan zurück. Workshops bei Amagi Renpou Daiko (Izu) und Kokubu (Osaka). Lieder wie »Kiiwai« und »Shunka« kommen mit nach Magdeburg. Ein reger Austausch zwischen Deutschland und Japan erwächst.

2019
Sommerurlaub in den japanischen Alpen

Der Mann, ohne den es uns nicht gäbe

Daihachi Oguchi

Daihachi Oguchi

Okaya · Nagano · 1924 – 2008

小口大八

1981 wurde Akaishi Daiko von der Stadt Honkawanecho — heute Kawanehon-cho — ins Leben gerufen. Vater der Gruppe ist Daihachi Oguchi (小口大八). Er kreierte den Kumi-Daiko-Stil: jenen Stil, der moderne Taiko-Ensembles ausmacht, Trommeln verschiedener Größen mit Flöten und Gongs kombiniert und eine umfassende Choreographie verschiedener Spieler beinhaltet.

Oguchi war ursprünglich Jazz-Schlagzeuger. 1951 wurde er gebeten, eine alte Taiko-Notation des Suwa-Schreins zu interpretieren. Der Rhythmus war für ihn als Jazzer zu einfach. Er fragte sich, warum nie mehrere Trommler gemeinsam spielen — und brach mit der Tradition. So entstand das erste Kumi-Daiko-Ensemble der Welt: Osuwa Daiko.

Bei der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele in Nagano 1998 leitete Oguchi mit 74 Jahren ein Ensemble von 2.000 Trommlern. Er starb 2008 — und sein Vermächtnis ist die Grundlage praktisch aller modernen Taiko-Gruppen weltweit, auch unserer.

Eine Trommel mit langem Atem 太鼓

Ursprung Jōmon · ca. 10.000 – 300 v. Chr.

起源
Älter als Schrift.

Das älteste Taiko-Fundstück stammt aus der Jōmon-Zeit. Bereits im japanischen Altertum wurde die Trommel für Nachrichten, als Musikinstrument, ja sogar als Uhr genutzt. Im Laufe der Jahrtausende wurde sie zum festen Bestandteil japanischer Kultur und Seele.

Krieg & Festival Jōmon · Sengoku · Edo

陣太鼓
Befehl, Mut, Matsuri.

In der Sengoku-Zeit wurde die Jin-Daiko (陣太鼓) im Feldzug genutzt, um Truppen über Distanzen Befehle zu erteilen — und die Jinya-Daiko, um Samurai zu motivieren. In der Edo-Zeit wanderte die Taiko in die zivile Festkultur hinein.

Modernes Taiko · 1951 – heute

組太鼓
Kumi-Daiko · die Erfindung.

Was die Welt heute als »Taiko« kennt, ist eigentlich eine junge Form: Kumi-Daiko, das Trommel-Ensemble, wurde 1951 von Daihachi Oguchi erfunden. Trommeln verschiedener Größen, Flöten, Gongs, Choreografie — aus Schreinmusik wurde Bühnenkunst. Heute gibt es weltweit tausende Gruppen, die sich auf seine Innovation berufen.

Wir lernen ohne Noten — mit »Don« und »Kon«.

Während des Trainings verwenden wir keine Noten. Wir folgen der mündlichen Überlieferung der Lieder — mit einer eigenen »Sprache«. Diese einfache Sprache funktioniert über kulturelle Grenzen hinweg. Sie ist der Grund, warum wir gemeinsam mit Menschen aus aller Welt trommeln können.

Kon

Linke
Hand

Don

Rechte
Hand