Die Region Kawanehonchō (川根本町) im Herzen der Präfektur Shizuoka zählt zu den bedeutendsten Teeanbaugebieten Japans. Entlang der steilen Hänge des Ōi-Flusses erstrecken sich weitläufige Teeplantagen, deren sattgrüne Reihen das Landschaftsbild prägen. Der hier angebaute Kawane-Tee (川根茶, Kawane-cha) genießt in ganz Japan einen hervorragenden Ruf für sein feines Aroma und seinen milden Geschmack.
Wenn im Frühling, zwischen Ende April und Anfang Mai, die ersten zarten Triebe aus den Teesträuchern sprießen, beginnt die ersehnte Erstlese – der Ichibancha (一番茶). Diese Zeit gilt als die wichtigste Ernteperiode des Jahres, denn die jungen Knospen und Blätter dieser ersten Pflückung sind besonders aromatisch und wertvoll. Auf den Plantagen herrscht dann emsige Betriebsamkeit: Die Pflückerinnen und Pflücker bewegen sich geschäftig zwischen den Reihen der Teesträucher, drehen und wenden sich, um keine Knospe zu übersehen, und nehmen die zarten Triebe behutsam mit den Fingern ab – ganz so, wie es die Chatsumi Hayashi musikalisch einfängt.
Dieses lebendige Bild – das くるくると (kurukuru to, das geschäftige Drehen und Wenden) und das geduldige, handfertige Pflücken – ist seit Jahrhunderten ein vertrauter Anblick in Kawanehonchō und Ausdruck der tiefen Verbundenheit der Menschen dieser Region mit dem Tee und den Jahreszeiten.